SOFTWAREARCHITEKTUR
Gute Softwarearchitektur ist kein Stilmittel. Sie ist ein Arbeitsmittel.
Sie reduziert Komplexität, statt sie zu verkleiden. Sie erklärt ein System, ohne es erklären zu müssen. Man erkennt auf den ersten Blick, was gebaut wurde und warum – nicht, welche Technologie gerade en vogue ist.
Ich entwerfe Architekturen nicht aus Begeisterung für Patterns, nicht, um mein Ego zu streicheln, nicht, um zu zeigen, was technisch alles möglich wäre, sondern aus Respekt vor der Domäne.
Nicht die Datenbank steht im Mittelpunkt.
Nicht die Cloud.
Nicht Docker.
Sondern das Geschäftsmodell, das davon lebt – oder daran stirbt, wenn man es in accidental complexity erstickt.
WORUM ES MIR GEHT
Ich arbeite seit vielen Jahren in großen, gewachsenen Systemlandschaften – und aktuell (Stand 2026) parallel als technischer Leiter und Architekt in mehreren laufenden Projekten, unter anderem:
bei GÖRG, einer Großkanzlei, in zwei KI-getriebenen Projekten zur Entlastung von Anwältinnen und Anwälten, in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut
bei der GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) in der Anforderungsanalyse und Architektur komplexer Systeme
als Cloud Solution Architekt bei der deutschen Niederlassung von Fujitsu
Ich weiß, wie Enterprise-Architekturen funktionieren.
Und ich weiß, warum viele scheitern.
Der häufigste Grund ist nicht die Technik.
Es ist falscher Ehrgeiz und / oder fehlende oder unsaubere Requirements. Sobald diese strukturiert erhoben sind, werden Widersprüche, Fehlannahmen und die fehlende Ausrichtung auf den Business Value sehr schnell sichtbar.
KEIN ARCHITEKTURTHEATER
Ich bin kein Dogmatiker. Und kein Architekt, der sein Ego über den Business Value stellt.
Wenn eine alte, hässliche PHP-Anwendung seit Jahren zuverlässig 90 % Ihres Umsatzes erwirtschaftet, dann ist sie kein Problem – sondern ein Vermögenswert.
Ich werde Ihnen nicht erklären, warum sie „eigentlich“ neu geschrieben werden müsste. Ich erkläre Ihnen, wann es sich lohnt – und wann nicht.
Komplexität ist kein Qualitätsmerkmal.
Eleganz entsteht durch Weglassen.
WAS ICH KONKRET LEISTE
SOLUTION- UND ENTERPRISE-ARCHITEKTUR
Entwurf robuster Zielarchitekturen für gewachsene und neue Systeme
saubere Trennung von Domäne, Technik und Infrastruktur
Entscheidungsgrundlagen statt Tool-Empfehlungen
Architektur, die erklärbar, wartbar und erweiterbar bleibt
Ich denke Architektur über den gesamten Lebenszyklus hinweg: von Requirements über Implementierung und Betrieb bis zur Weiterentwicklung und kontrollierten Abschaltung. Ein Vorteil, wenn man alle relevanten Rollen selbst durchlaufen hat.
ARCHITEKTUR UNTER KI-EINFLUSS
KI verändert nicht nur das Produkt, sondern auch den gesamten Entwicklungsprozess.
Wer das ignoriert, baut heute Systeme, die morgen nicht mehr beherrschbar sind.
Ich kenne die typischen Fallen aus der Praxis – nicht aus Whitepapers:
RAG-Fallstricke
Retrieval ist kein magischer Kontextzauber. Falsches Chunking produziert semantische Kettensägenmassaker.
Prompt- und Modellfallen
Modelle klingen konsistent, werden aber gefährlich vorhersehbar. Nett ist nicht gleich zuverlässig.
Architekturlüge
Modelle are keine Microservices. Sie sind stochastische Systeme. Sie brauchen Zäune, Regeln und klare Verantwortlichkeiten.
Testing-Problem
Wie testet man Systeme, die nicht zweimal denselben Output liefern? Mit Architektur – nicht mit Hoffnung.
DevOps-Reibung
Deterministische Pipelines kollidieren mit probabilistischen Outputs. Das ist kein Bug, sondern ein Strukturproblem.
Ich liefere dafür Lösungen. Keine Ausreden.
PRAGMATISMUS STATT HYPE
Meine breite Erfahrung – technisch, juristisch und organisatorisch – erlaubt mir, schnell zwischen Hype und Substanz zu unterscheiden.
Ich habe genug Systeme scheitern sehen, um keine Verliebtheit mehr in Komplexität zu entwickeln.
Ich weiß auch, welche Nebenwirkungen Entscheidungen haben:
Security gegen Usability
Governance gegen Entwicklerzufriedenheit
Geschwindigkeit gegen Wartbarkeit
Es gibt keine perfekte Lösung. Aber es gibt ehrliche Abwägungen.
KONTEXT, DEN ANDERE OFT AUSBLENDEN
Ich arbeite nicht im luftleeren Raum.
Neben der Informatik bringe ich Erfahrung aus Jura, Wirtschaft, Psychologie und Führung mit. Ich weiß, wie Architekturentscheidungen in Organisationen wirken – technisch, menschlich und politisch.
Gerade bei KI gilt:
Wer nur Technik sieht, übersieht die Hälfte des Problems.
Wer nur Risiken sieht, ebenfalls.
Ich arbeite bewusst in der Mitte. Wie so oft im Leben, findet sich dort meist der Punkt, an dem man der Wahrheit am nächsten kommt. Und wie damals schon mein Rechtsphilosophieprofessor gesagt hat: Folge stets jenen, die, die Wahrheit suchen und meide jene, die behaupten, sie in Stein gemeißelt gefunden zu haben.
KURZ GESAGT
Ich baue Softwarearchitektur für Menschen, die Verantwortung tragen.
Für Systeme, die nicht beeindrucken müssen – sondern funktionieren.
Und für Entscheidungen, die auch in drei Jahren noch vertretbar sind.
Wenn Sie jemanden suchen, der Ihnen sagt, was sinnvoll ist – und auch, was Sie besser lassen sollten – dann passen wir wahrscheinlich gut zusammen.
